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Leistenschmerzen – wenn Verdauung und Beckenregion zusammenhängen

12. Aug.
1 Min. Lesezeit

Ein unangenehmes Ziehen in der Leiste oder ein brennender Schmerz an der Oberschenkelvorderseite wird oft rein orthopädisch – etwa als Hüftproblem – eingeordnet. Häufig lohnt jedoch ein Blick auf die viszerale Ebene.

Segmentaler Zusammenhang

Der Dünndarm wird segmental über die Nerven aus dem Bereich TH10 bis L2 versorgt – dem Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule. Über dieselbe nervale Anbindung verlaufen auch die Versorgungsbahnen von Eileitern und Eierstöcken bzw. der Samenleiter. Spannungen oder Bewegungseinschränkungen in diesem Segment können sich daher gleichzeitig auf Verdauung sowie auf Beweglichkeit und Empfindung im Leistenbereich auswirken.

Aus integrativ-medizinischer Sicht sollte ein solches Beschwerdebild nicht isoliert betrachtet werden. Erst das Zusammenspiel aus orthopädischer, osteopathischer und ggf. internistischer Abklärung ermöglicht ein vollständiges Bild – und damit die Grundlage für eine gezielte, individuell abgestimmte Behandlung, die über eine rein lokale Symptombekämpfung hinausgeht.

 
 
 

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